Ekklesia

...auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen...

Eine Gemeinde, die von Jesus selbst gebaut wird, wird auf dem Felsen der Offenbarung gebaut, dass Jesus selbst der Christus und Sohn Gottes ist.
Das griechische Wort, das Jesus hier für Gemeinde benützt, ist eine Ekklesia, und eine Ekklesia ist im theologisch-historischen Kontext weitaus mehr als nur die Herausgerufene.

Als Jesus diese Aussage traf, war er in Cäsarea Philippi, einem Ort, der große Götzentempel direkt an einem ca. 100m breiten Felsen hatte, wie auch einen Höhlen- oder Schluchteneingang, der die Pforte der Hölle genannt wurde. An diesem Ort gab es 12 Altäre für 12 Götter, die für alle Bereiche des Lebens in einer Nation zuständig waren.

  • Zeus (Gott der Götter, Vater des Himmels, des Goldes und der Könige)
  • Pan (Hirtengott, Gott für Wachstum, Natur etc.)
  • Asklepios (Gott für Gesundheit, Heilung)
  • Aphrodite (Liebesgöttin)
  • Athene (Kriegsgöttin, Weisheit, Strategie, Handwerk)
  • Artemis (Göttin für die Familie)
  • Hera (Gott der Sexualität, Ehe)
  • Dionysos (Gott des Weines, der Freude, Ekstase, Party)
  • Eros (Gott der begehrlichen Liebe)
  • Hades (Gott der Unterwelt und Seelen)
  • Apollo (Gott des Lichts, der Reinheit, Leitung und Musik)
  • Demeter (Gott der Ernte)

Jesus hatte als Gegenbild gegen diese falschen Götter seine eigenen 12 Apostel, die von Ihm gelehrt wurden, als Zeichen für größere Autorität und dass sie Macht über die ganze Kraft des Feindes haben.

...und des Hades Pforten werden Sie nicht überwältigen!

Jesus sagte damit, dass seine Ekklesia/ Versammlung von diesen nicht überwunden werden kann und dass er selbst über allen Göttern herrscht.
Er teilte mit, dass seine Ekklesia die Autorität über allen Bereichen des Lebens in einer Nation ist und die Kraft hat Dinge zu verändern.

Wenn sich unsere Nation in ihren moralischen Werten in Bereichen der Gesellschaft wie Ehe, Sexualität, Familie, Gesundheit und Ernährung, Wirtschaft, Medien nicht zum Guten oder Besseren wendet, wenn sie auch nicht zu Jesus Christus zurückkehrt, auf dem auch unsere Gesetzte ursprünglich basierten, dann bedeutet das, dass wir keine oder noch keine vollständige Ekklesia hier haben, die im vollen Ausmaß der Kraft des Blutes Jesu wandelt, und ebenso auch nicht in der Offenbarung und Erkenntnis der Autorität und Verantwortung wandelt, die sie erhalten hat.

Pastoren oder Apostel & Propheten

Pastoren haben in der Vergangenheit fantastische pastorale Arbeit geleistet und viele Christen können mit größter Dankbarkeit Gott dafür die Ehre geben, dass Er uns diese Dienstgabe für die Mitzurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes gegeben hat. Auch brauchen wir noch viel mehr von diesen gottesfürchtigen Männer und Frauen Gottes.

Doch Pastoren wurden schon seit jeher in eine Funktion gezwungen, die Ihrer Gabe nicht entspricht.
Pastoren kümmern sich um Personen und Familien, sie bringen durch die Gnade Gottes Heilung zu den Menschen, kümmern sich darum, dass Personen frei werden von Dämonen, versammeln Christen und Nichtchristen zu Gottesdiensten und Predigen die Liebe Gottes und die Errettung, die durch das Kreuz erwirkt wird.
All das brauchen wir und sogar noch viel mehr, aber wer kümmert sich um die Nationen, wer bringt den Nationen Errettung, wer bringt den Nationen Heilung, wer befreit die Nationen von falschen Philosophien, Strukturen und Gesetzen?

Es ist die Ekklesia, die geleitet wird von Aposteln und Propheten und auf deren Lehre sie aufgebaut ist, wobei Jesus Christus selbst der Eckstein ist. Pastorale Gemeinden retten und heilen Personen und haben mehr als genug damit zu tun, apostolisch-prophetische Gemeinden werden gemeinsam Nationen retten und heilen, wobei die Menschen nicht vernachlässigt werden.

Menschen oder Nationen zu Jüngern machen

Markus 16 oder Matthäus 28? Oder doch beides?
Es ist wahrscheinlich ein und dieselbe Situation und doch sind es zwei unterschiedliche Aufträge.
Markus war ein Nachfolger Christi gewesen, dessen Augenmerk seiner Berufung sich auf die persönlichen Ebene richtete und sein großer Auftrag war pastoraler Natur: Geht hin und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung, wer gläubig geworden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden (Mk 16,16).
Durch die Berufung, die in Markus gelegt wurde, nahm er den Auftrag Jesu auf, um Personen zu Jüngern zu machen bzw. sie in die Errettung zu führen, was uns die Aussage "wer gläubig geworden ist..." bestätigt.

Matthäus aber fasste Jesu Worte etwas anders auf, weil das Augenmerk seiner Berufung sich auf die nationale Ebene richtete und sein großer Auftrag war apostolischer Natur - Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,... (Mt 28,19).
Durch die Berufung, die in Matthäus gelegt wurde, nahm dieser den Auftrag Jesu auf mit dem Ziel ganze Nationen zu Jüngern zu machen bzw. zu Lehre und zu taufen, das untermauert die Aussage im Matthäus-Evangelium "macht alle Nationen zu Jüngern...".

Gott beruft die Gemeinde Menschen in die Errettung zu führen, die nur durch Jesus Christus erfolgt, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Gott uns auch berufen hat ganze Nationen zu Jüngern zu machen und zu taufen, denn wenn wir das verleugnen und außer Acht lassen, dann streiten wir die volle Kraft des Blutes Jesu ab und grenzen sie in von uns geschaffene Limitierungen ein.

Was nun?

Wir brauchen Pastoren, die davon befreit werden Lasten tragen zu müssen, zu denen sie nicht berufen sind, aber wir brauchen auch Apostel und Propheten, die davon befreit werden, dass sie von der Gemeinde zu Pastoren gemacht werden.

Wir brauchen Pastoren, die den Menschen das Evangelium predigen, aber wir brauchen auch Apostel und Propheten, die aufstehen und anfangen Nationen zu lehren.
Wir brauchen Pastoren, die die Menschen in die Liebe Gottes einführen, aber wir brauchen auch Apostel und Propheten, die die Gesetze Gottes in die Gesellschaft einführen.
Wir brauchen Pastoren, die Christen zur Geburt bringen, aber wir brauchen auch Apostel und Propheten, die Christen in die Sohnschaft bringen.

Wir brauchen Pastoren, die die Menschen versammeln, aber wir brauchen auch Apostel und Propheten, die die Menschen für das Werk des Dienstes aussenden.
Wir brauchen Pastoren, die erwecken, aber wir brauchen auch Apostel und Propheten, die reformieren und transformieren.

Wir brauchen apostolisch-prophetische Gemeinden, in denen die sogenannten fünf Dienstgaben zur vollen Entfaltung kommen, damit jeder in das Verantwortungsbewusstsein hineinkommt, das wir alle, als lebendige Steine, notwendig sind für das geistliche Haus, auf das Gott so sehnsüchtig wartet!