Lehre

Lehren um zu verändern

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und lehrt uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten. (Titus 2,11-13)

Eine der Charaktereigenschaften der Gnade ist das Lehren, was unter anderem die Wichtigkeit wiederspiegelt, die das Überbringen des Evangeliums innehat. Es ist wichtig eine richtige Balance zwischen dem Lehren und dem Helfen und Umsetzen zu finden. In Apostelgeschichte 6 sehen wir die Wahl der ersten Diakone, die eine Folge eines Ungleichgewichts bei den Aposteln war. Die Apostel waren sehr stark mit dem Dienen beschäftigt und haben das Studieren und Lehren des Wortes Gottes vernachlässigt. Daraufhin wurden die Schwerpunkte neu deffiniert und auch verteilt.

Die Lehre und die Umsetzung sind Hand in Hand wandelnde Einheiten. Wir dürfen nicht so voll vom Arbeiten im Reich Gottes sein, dass wir das Lesen des lebendigen Wortes Gottes vernachlässigen, doch auch dürfen wir nicht so "vergeistlicht" sein, dass wir keinen natürlichen Wert für die Geselschaft haben. Die gesunde Lehre des Evangeliums setzt die notwendige und segnende Balance in unserem Leben frei. 

Lehren bedeutet nicht, dass man als Moralapostel in Erscheinung tritt, alles negative verdammt, Missstände verurteilt und als grimmiger Prediger auftritt. Lehren bedeutet viel mehr, dass man Menschen mit dem Wort Gottes ausrüstet, sie die Wahrheit und geistliche Prinzipien lehrt, sozial aktiviert, wirtschaftlich stärkt und mit Liebe, Kraft und Autorität ausstattet. All das, um gesegnet zu werden und ein Segen sein zu können.